Todesfall

Christliches Sterben

Bei einem Trauerfall hilft Ihnen unser Pfarrteam
Ist bei Ihnen jemand gestorben, um den Sie trauern oder dessen Beerdigung Sie vorzubereiten haben, dann können Sie sich jederzeit an unser Pfarramt (Tel. 09402/1268) wenden. Unser Pfarrteam begleitet Sie gern in Ihrer Trauer. Für Beerdigungen stehen Ihnen Pfarrer Johann Schottenhammel, Pfarrvikar P. Justine Chakkiath und die Diakone Wolfgang Holzschuh und Elmar Wechsler zur Verfügung.

Die kirchliche Begräbnisfeier in der Pfarrei St. Jakobus Regenstauf
In Regenstauf wird bei der Überführung des Toten zur Aufbahrung in der Aussegnungshalle eine Aussegnungsfeier gehalten.

Der Eucharistiefeier für den Verstorbenen (auch Requiem genannt) kommt eine besondere Bedeutung zu. In ihr gedenken wir des Todes und der Auferstehung des Herrn. In ihr sagen wir Dank für die Erlösung und für unsere Hoffnung auf ewiges Leben. In ihr feiern wir das Opfer Christi und legen Fürbitte für den Verstorbenen ein. Am Tisch des Herrn wissen sich Christen mit ihren Verstorbenen verbunden. Die Osterkerze ist beim Requiem Sinnbild des Auferstandenen. So wird der Zusammenhang von Taufe, Sterben und Auferstehen der Gläubigen mit der Auferstehung Christi sichtbar gemacht.

An Stelle des Requiem kann auch eine Auferstehungsfeier oder ein Wortgottesdienst gehalten werden. Hier stehen Lob und Dank für das Leben des Verstorbenen im Mittelpunkt. Die Osterkerze ist auch hier ein Sinnbild für die Auferstehung.

Nach dem Gottesdienst in der Kirche zieht die Trauergemeinde zur Aussegnungshalle. Dort verabschieden wir uns als Christen vom Verstorbenen, indem wir ihn Gott empfehlen. Wir tun es in der Überzeugung, dass wir mit dem Verstorbenen über den Tod hinaus verbunden bleiben. Der Sarg wird mit Weihwasser besprengt. Es wird ein Psalm gebetet. Dann folgen Bittrufe für den Verstorbenen, bei denen die Gemeinde antwortet: „Erlöse ihn (sie), o Herr!“ Anschließend begleiten die Trauernden den Sarg zum Grab.

Nun folgt die Beisetzung. Das Grab wird gesegnet. Wenn der Sarg ins Grab gesenkt ist, spricht der Priester das Schriftwort: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben“ (Joh 11,25). Dann besprengt der Priester den Sarg mit Weihwasser und spricht die Worte: „Im Wasser und im Heiligen Geist wurdest Du getauft. Der Herr vollende an Dir, was er in der Taufe begonnen hat.“ Dann wirft er Erde auf den Sarg als Zeichen der Vergänglichkeit allen Lebens. Als Ausdruck der Hoffnung macht er über dem Grab ein Kreuzzeichen. Fürbitten für Lebende und Verstorbene und das gemeinsam gesprochene Vaterunser beschließen die Feier des christlichen Begräbnisses.

Alle Feierlichkeiten werden mit den Angehörigen abgesprochen und vorbereitet. Auf Wünsche der Angehörigen gehen unsere Seelsorger gerne ein. Die Termine der Aussengungsfeier, des Rosenkranzgebetes und der Beerdigung werden in Absprache mit den Angehörigen vereinbart.

Zum Geleit
Es ist jemand gestorben, der Ihnen viel bedeutet. Vielleicht kam der Tod ganz plötzlich, und Sie können es noch gar nicht wahr haben. Oder hatte sich das Ende schon vor Monaten angekündigt in der Unerbittlichkeit einer unheilbaren Krankheit, begleitet von langsamer Auszehrung aller Lebenskräfte? Die Wunde, die der Verlust gerissen hat, liegt offen. Noch können Sie sich nicht vorstellen, wie das Leben ohne den Verstorbenen weitergehen wird. Und doch müssen Sie sich im Augenblick um so vieles kümmern. Dabei erscheint angesichts des Schmerzes um den Verlust alles andere so nebensächlich und unwesentlich.

Verwandte und Freunde suchen Sie zu trösten. Aber Sie merken vielleicht, dass manche Worte, die Sie hören und die Sie oft selber in ähnlicher Situation anderen gesagt haben, jetzt wenig Trost bringen, sondern eher ein Ausdruck der Verlegenheit sind. Was Sie sich wünschen, ist jemand, der Ihnen in diesem Augenblick diskret und unaufdringlich zur Seite steht und hilft.

Wir trauern nicht wie die, die keine Hoffnung haben
Die Begegnung mit dem Tod lässt keinen Menschen unberührt. Beim Abschied von einem lieben Menschen, beim Verlust eines Angehörigen oder Freundes brechen Fragen auf, die im Alltag oft verdrängt werden. Angesichts des Todes entsteht Betroffenheit, der sich kaum jemand entziehen kann: Das Leben ist endlich, es hat eine Grenze. Was bedeutet diese Grenze? Ist sie Abbruch, endgültiger Untergang, Zerstörung, oder ist sie Durchgang, Verwandlung, Neubeginn? Was wird mit dem Verstorbenen sein? Welche Antwort gibt der christliche Glaube auf die Herausforderung des Todes? Die Heilige Schrift des Alten Testamentes ist lange Zeit sehr zurückhaltend mit ihren Aussagen über den Tod. Sie lässt ihn in seiner Unbegreiflichkeit und Unfassbarkeit stehen, umfangen und getragen nur vom Glauben an den großen und mächtigen Schöpfergott. Aus diesem Glauben wächst mehr und mehr die Überzeugung: Gott ist uns treu auch über den Tod hinaus.

Die Heilige Schrift des Neuen Testamentes stellt als große Hoffnung eine neue Erfahrung und ein neues Bild in die Mitte: Die Auferstehung des Menschen mit Leib und Seele. Tiefster Grund dieser Hoffnung ist Jesus Christus. Er ist den Weg des Menschen gegangen bis zum Tod. Gott aber, der Schöpfer und Herr des Lebens, hat ihn von den Toten auferweckt. Jesu Auferstehung bedeutet keine Rückkehr in das vorige Leben, auch keine Wiedergeburt, sondern Verwandlung in ein neues Leben, ewiges Angenommen- und Geliebtsein von Gott.

Weil Jesus lebt, werden auch wir leben. Darum bekennen wir: Wir glauben an die Auferstehung des Fleisches und an das ewige Leben. Die Heilige Schrift spricht vom himmlischen Hochzeitsmahl, von der Freude, beim Herrn zu sein (vgl. 2 Kor 5,8), vom Schauen von Angesicht zu Angesicht, vom Leben in Fülle – Bilder voll Hoffnung und Zuversicht. Für viele hat sich diese Hoffnung schon erfüllt (Heilige) und von keinem Menschen hat die Kirche bisher gesagt, dass er sie endgültig verfehlt hat. Der christliche Glaube verdrängt den Tod nicht; er verharmlost ihn nicht. Der Tod bedeutet Schmerz, Trennung, Abschied. Doch im Glauben an den auferstandenen Herrn trauern wir nicht „wie die anderen, die keine Hoffnung haben“ (1 Thess 4,13).